Sammy
© Nicole Bäcker 2012  
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Anfang 1993 hatte ich es geschafft! Ich durfte einem Hund wieder ein Zuhause geben. Es gab nicht viel zu überlegen.. ein Hund aus dem Tierheim sollte es sein. Fast genau 10 Jahre vorher hatte ich ein Praktikum in einer Tierarztpraxis gemacht..natürlich war auch der ein oder andere Tierheimbesuch unausweichlich. Diese teilweise so traurigen Gesichter habe ich nie vergessen und wollte wenigstens eine arme Seele wieder glücklich machen. Ich hoffe, das mir das gelungen ist, wenngleich es mit sehr viel Schwierigkeiten verbunden war. Ein Rassehund mußte es nicht sein.. vorher hatte ich einen Boxer, mein Mann einen Rottweiler... ich fand eine Mischung aus beidem wäre eine gute Lösung. Nachdem ich mind. 10 TH angerufen hatte, teilte man mir im Tierheim Korbach mit, das sie einen 1jährigen Rottweilermischling dort hätten, schwarz *träum*. Später stellte sich dann heraus, das Sammy wohl eher ein Labrador/Staffordmix war. Also nichts wie hin, einen Namen hatten wir uns vorher schon ausgedacht. SAM sollte er heißen... als wir zu dem Zwinger geführt wurden, fiel mein erster Blick auf das Namensschild... und ratet was dort stand: SAMMY Ein Zeichen? :-) Jedenfalls war es Liebe auf den ersten Blick, wundert Euch das bei den Augen..? Nach einem Spaziergang mit ihm stand fest,  das ist unser Hund! Zuerst mussten natürlich die Formalitäten erledigt werden und eine eingehende Befragung zu unserer Person fand auch statt. Und dann ENDLICH durften wir gehen, mit geliehener Leine und dazugehörigem Halsband :-) Sammy stieg auch brav ins Auto, begrüsste freudig meine Eltern und Geschwister zu denen wir natürlich sofort fuhren... und nachdem er sich 3 Tage eingewöhnt hatte, stellten sich die ersten Probleme ein:-( Er hatte einfach vor allem Angst! Nahm ich eine Zeitung, zuckte er zusammen. Er weigerte sich beharrlich an Gegenständen vorbeizugehen, die auch nur im entferntesten an Besen, Stöcke und Stühle erinnerten. Wenn ich mich bückte, um z.b. meinen Schuh zuzubinden, sprang er panisch beiseite. Es war unmöglich ihm etwas beizubringen, da er überhaupt nicht reagierte und nur verschreckt guckte. Also haben wir ersteinmal versucht, sein Vertrauen zu gewinnen. Nach ca. einem halben Jahr war es wenigstens so weit, das er die Grundkommandos lernen konnte und auch ohne Leine laufen durfte. Leider fingen dann die schlimmsten Probleme erst an, er reagierte zunehmend aggressiv auf Männer.. vor allem solche, die einen Spazierstock in der Hand trugen oder einen Bart hatten. Er beschützte mich vor allem und jedem. Auch meinem Mann gegenüber wurde er sehr eifersüchtig und aggressiv. Zum Glück haben wir das unter Kontrolle bekommen, wenn es sich in Ansätzen auch immer mal wieder zeigte. Es war nicht einfach mit Sammy, doch auf seine Art war er ein ganz wundervoller Hund, der für sein Leben gern apportierte, das Wasser liebte und Ball spielte. Ich habe ihn sehr geliebt und vermisse ihn noch immer... Danke Sammy für deine Freundschaft!